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Geschichte

Der Name Riedholz erscheint in Urkunden erstmals 1367. Im Mittelalter unterstand Riedholz dem St.-Ursen-Stift Solothurn und gelangte später in den Besitz der Stadt Solothurn.

Im Attisholz entdeckte man um 1545 eine Quelle (15° C). Ihrem Wasser wurde nachgesagt, es bringe Linderung bei rheumatischen und anderen Leiden. Es begann ein lebhafter Badebetrieb, der bis 1945 dauerte. Zum Attisholz-Gebäudekomplex gehörte ein Wirtshaus mit zwei Tanzsälen: Zeichen dafür, dass man sich hier nicht einzig und allein dem Bade hingab.

Das Restaurant Attisholz ist heute ein Mekka für Feinschmecker. Aus bitterer Armut zogen ums Jahr 1700 Riedholzer Einwohner für Frankreich in den Solddienst. In der Erstausgabe der Dufourkarte um 1845 zeigt sich Riedholz als Streusiedlung. Niederwil wird im Gegensatz dazu bereits als geschlossene Siedlung dargestellt. 


1848 wird das Pinten-Schankrecht für das spätere «Restaurant zur Post» erwähnt. Das «Pöstli», 2016 neu renoviert, wird heute erfolgreich in der 6. Generation geführt.


Nach 1850 wanderten mehrere Familien aus wirtschaftlichen Gründen nach Amerika aus.

1881 baute die Cellulose Attisholz AG an der Aare bei Riedholz die damals einzige Zellulose-Fabrik der Schweiz. Neu entstandene Arbeitsplätze brachten einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung und belebten die Bautätigkeit entlang der Baselstrasse. In der Folge wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Weiher trockengelegt, der zuvor das Dorfbild markant geprägt hatte.

1918 nahm die Solothurn-Niederbipp Bahn, das sogenannte «Bipperlisi», seinen Betrieb auf, und 1929 entstand die kantonale Landwirtschaftsschule, das heutige Bildungszentrum Wallierhof.

2000 erwarb Christoph Blocher die Zellulosefabrik, verkaufte sie aber bereits 2002 an Borregaard, eine norwegische Firma. 2008 wurde «das Attisholz» geschlossen: 440 Arbeitsplätze gingen verloren.

2011 fusionierte Riedholz mit der Nachbargemeinde Niederwil.

Ende 2016 wurde die ehemalige Cellulosefabrik an die Halter AG, ein landesweit tätiges Immobilienunternehmen verkauft. Halter realisiert auf dem Areal ein langfristiges Generationenprojekt.

Quellen
Schubiger; F.: Historisches Jahrbuch des Kantons Solothurn, 1933
Boruvka, Jan. Die Geschichte von Riedholz, 1989
Landeskarte
Schneider, Th. F. Historischen Lexikon der Schweiz, 2012;
Affolter, Andrea. SRF Regionaljournal AG/SO vom 1. Oktober 2014, 18.00 h 


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